Zocken ist längst ein Volkssport

Posted on by Redaktion Computerklar.de

Gaming galt lange Zeit als eine Beschäftigung für Kinder und Jugendliche. Hat ein Erwachsener gesagt, er spielt oder zockt, haben wir einen Schock bekommen und unseren Teil gedacht. Doch die Zeiten haben sich geändert. Immer mehr Freizeit dominiert in unserem Leben. Wir arbeiten weniger als noch vor 20 Jahren. Eigentlich sollte uns das freuen. Doch die modernen Kommunikationsmittel kosten so viel Zeit, dass wir am Ende sogar darüber klagen, noch weniger Freizeit als wie vor 20 Jahren zu haben. Paradox. Mittlerweile spielt sogar jeder zweite mit dem Smartphone oder dem PC. Spielekonsolen hingegen sind out.
Aber es sind nicht nur Kinder, die stundenlang vor dem Bildschirm sitzen. Mittlerweile spielt bei den über 50-jährigen jeder Vierte und das sogar regelmäßig. Was ist da passiert? Was ist schiefgegangen, das weltweit Männer und Frauen ihre Freizeit zum größten Teil vor den Bildschirmen verbringen und damit einen Teil ihres Lebens. Das klingt paradox. Freiwillig verschenken wir Lebensenergie und am Ende macht es uns sogar noch Spaß.

Zocken ist Volkssport

Das trifft es wohl am ehesten. Zocken ist ein richtiger Volkssport geworden. Die Hersteller haben Jahrelang daran gearbeitet. In jedem Spiel befinden sich ganz bewusst Elemente, die uns süchtig machen sollen. Verboten ist das nicht, so mal sich die Politik bisher auch nie mit dieser Problematik beschäftig hat und zum anderen ist das Marketing seit vielen Jahren so perfekt, dass es immer neue Menschen in den Bann zieht. Dabei umfasst Zocken nicht nur das reine Gaming, sondern immer häufiger auch das Spielen in Casinos, werden doch zum Beispiel mit hyperino bonuses zahlreiche Anreize gesetzt, um ein Spiel zu wagen.

Entwickler auf Höhenflug

Kaum eine andere Branche erlebt so einen Höhenflug. In Berlin befindet sich eine enorme Dichte an Entwickeln und Designern. 140 Prozent an Wachstum erlebte die Branche in den letzten Jahren. Alleine in Berlin gibt es über 200 Unternehmen in diesem Bereich. Über 30 Millionen Bundesbürger spielen regelmäßig. In jeder Altersklasse. Handy und PC stehen in der Nutzung ganz oben, der Konsolenmarkt bricht langsam ein.
Um die 300 – 400 neue Spiele werden jedes Jahr auf den Markt gebracht, dazu kommen die Browsergames und andere App-Anwendungen. Dominierend ist weiterhin die Altersgruppe von 14 – 29, die am meisten spielt. Aber die älteren ab 50 holen deutlich auf. Frauen spielen mittlerweile genauso oft wie Männer.

Virtuelle Welt kommt

Ein Spaziergang durch den Wald, ab ins Schwimmbad … das klingt einfach langweilig. Die digitale Welt kommt immer näher und schneller. Bald setzen wir nur noch die Brillen auf und erleben die Liebe hautnah, gehen einfach ins Schwimmbad. Alles fühlt sich plötzlich so real an. Zugegeben, davon sind wir noch ein paar Schritte entfernt, aber wir kommen dem immer näher.
Die neuen Spiele der Zukunft lassen uns real eintauchen. Die virtuelle Welt wird dann zu einer neuen Realität, in der es keine Grenzen gibt, nur der Gesetzgeber noch Einfluss nimmt. Es wird spannend werden, wie sehr uns die neuen Möglichkeiten in 5 – 10 Jahren in Beschlag nehmen und wie sehr sich unser Leben ändert. Denn momentan befinden wir uns noch ganz am Anfang der Entwicklung.

Kategorie: Uncategorized