Wann wird eigentlich ein Jugendschutzbeauftragter benötigt?

Posted on by Redaktion Computerklar.de

Immer mehr Domains sind im Web zu finden. Nicht alle brauchen einen Jugendschutzbeauftragten. Aber immer mehr Webseiten erfüllen dazu die Anforderungen, die in Pflicht umschlägt, einen solchen zu bestellen.

Es wäre aber ein großer Irrglaube, würde sich der Jugendschutzbeauftragte nur auf rein erotische Inhalte beziehen. Nimmt man die gesetzlichen Anforderungen machen die rein erotischen Inhalte gerade einmal 30 Prozent aus. Viele Webseiten fallen unter die Pflicht, doch nicht jeder Webmaster weiß Bescheid.

Dann brauche ich einen Jugendschutzbeauftragten

Zunächst einmal sind natürlich alle erotischen Webinhalte in Deutschland dazu vermerkt. Hier muss ein Jugendschutzbeauftragter im Impressum vorhanden sein. Also Dating, Escort, Clubs und viel mehr. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Shop. So braucht auch jeder Erotikshop einen Jugendschutzbeauftragten. Nur wenige dieser Shops haben aber tatsächlich ein.

Doch kommen wir einmal weg von der direkten Erotik. Praktisch alle Seiten rund um Film und Foto sind in der Pflicht. Selbst Seiten, die Filme vorstellen, müssen fast immer einen solchen vorweisen können. Dabei geht es nicht einmal selbst um den vorgestellten Film, der vielleicht mit FSK 18 ausgezeichnet ist. Sondern viel mehr um die Beschreibung und das Cover, welches auf der Seite zu finden sind. Schon eine normale Seite, die Trailer zu Kinofilmen mit Altersbeschränkungen einblendet, kann in die Pflicht fallen.

Viele meinen, dass private Seiten davon ausgenommen sind. Und in der Tat könnte das vermutet werden, da der Gesetzgeber vom geschäftsmäßigen Anbieten ausgeht. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass es bei einer Seite um Gewinnstreben geht. Schon die regelmäßige Pflege und der Einbau von Content kann eine private Seite zu einer geschäftsmäßigen werden lassen.

Wer noch einen braucht

Praktisch alle Webseiten, die Inhalte anbieten, die als entwicklungsbeeinträchtigend und jugendgefährdend gelten könnten. Dazu gehören auch Auktionsplattformen und Kleinanzeigen. Es sei denn, auf diesen wird nichts zu finden sein, was als solche Inhalte zu bezeichnen sei. Das dürfte aber wohl eher schwierig werden. Ein Irrtum besteht auch darin, dass der Jugendschutz sich nur rein auf Film und Foto beziehe. Auch Worte fallen darunter. Auch Gamingseiten benötigen in den meisten Fällen einen Jugendschutzbeauftragten. Die Strafen beim Fehlen sind hoch.

Was macht der Jugendschutzbeauftragte

Er muss zunächst einmal deutlich sichtbar im Impressum vorhanden sein und es muss sich um eine externe Person handeln. Es darf also nicht der Geschäftsinhaber bzw. der Seitenbetreiber selbst sein. Auch die eMail sollte sich zu der Betreiberemail unterscheiden. Der Jugendschutzbeauftragte ist immer weisungsfrei und er nimmt die Hinweise von Usern zum Jugendschutz auf der jeweiligen Seite entgegen. Diese leitet er an den Betreiber weiter und gibt Empfehlung. Ob sich dieser am Ende daran hält, muss er allerdings selbst entscheiden.

Kategorie: Internet