Sächsische Polizei will per Facebook fahnden

Posted on by Redaktion Computerklar.de

In einigen Bundesländer wird von der Polizei Facebook bereits zur Fahndung recht erfolgreich eingesetzt. Eines davon ist Niedersachsen. Sachsen gehört noch nicht dazu, erste Überlegungen hierzu gibt es jetzt.

Sachsens Polizei will Facebook bei Verbrecherfahndung einsetzen

Alexander Klaus / pixelio.de

Laut aktuellen Informationen der Nachrichtenagentur dpa stellt die sächsische Polizei ernsthafte Überlegungen an, in Zukunft Facebook in ihre Fahndung nach Verbrechern mit einzubeziehen. Die Gewerkschaft der Polizei wie auch das Innen- sowie das Justizministerium stehen diesen Überlegungen sehr positiv gegenüber.

Jedoch wird von ihrer Seite genauso wie von Seiten des sächsischen Datenschutzbeauftragten darauf hingewiesen, dass die hoch sensiblen Daten eines besonderen Schutzes bedürfen. Die Behörden gehen davon aus, mithilfe der sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter eine größere Reichweite bei der Fahndung nach Verbrechern wie auch bei der Vermisstensuche zu erlangen. Martin Struden, der Sprecher des Innenministeriums, teilte mit, dass eine endgültige Entscheidung jedoch noch nicht getroffen worden sei. Er teilte mit, dass die Polizei des Freistaates Sachsen Facebook momentan zur Gewinnung von Polizeinachwuchs einsetze.

Innenminister von Sachsen gegenüber Facebook aufgeschlossen

Wie der Sprecher weiterhin mitteilt, sei die Resonanz darauf sehr gut. Der Innenminister Markus Ulbig, CDU, steht den sozialen Netzwerken sehr aufgeschlossen gegenüber. Nicht zuletzt ist dies auch dadurch nach außen erkennbar, dass er bei Facebook über eine eigene Seite verfüge. Ebenso Jürgen Martens, FDP, Justizminister von Sachsen steht den Überlegungen positiv gegenüber. Einschränkend äußert er sich jedoch dahingehend, dass die Nutzung der sozialen Netzwerke zwecks Fahndungen nach Straftätern aus datenschutz- und verfassungsrechtlichen Gründen nur auf schwerwiegende Straftaten beschränkt werden solle. Es müsse sichergestellt werden, dass sämtliche personenbezogenen Daten auf den Servern der jeweiligen Strafverfolgungsbehörde verbleiben und diese nur solange wie unbedingt erforderlich zugänglich bleiben.

Auch die Gewerkschaft der Polizei bekräftigt die Nutzung der neuen Medien, wie Hagen Husgens, der GdP-Landesvorsitzende mitteilte. Mittels Facebook würde relativ schnell eine größere Zahl – und vor allem junger – Menschen erreicht werden.

Niedersachsen verzeichnet Erfolge bei Fahndung per Facebook

Andere Bundesländer haben Facebook bei der Jagd nach Verbrechern bereits in den Polizeialltag integriert. Die Polizei in Niedersachsen konnte bislang sehr positive Erfolge mithilfe der Fahndung per Facebook verzeichnen. Schon über ein Dutzend Fahndungserfolge können direkt dank Hinweise auf die Facebook-Fanpage der Polizei Niedersachsens zurückgeführt werden. Wie die Strafverfolgungsbehörde versichert, landen die personenbezogenen Daten nicht auf US-Datenbanken.

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