Informatiker – Tipps für den Berufseinstieg

Posted on by Redaktion Computerklar.de

Informatiker werden seit Jahren händeringend nicht nur in Deutschland gesucht. Junge Menschen, die sich in der Karriere auf diesen Bereich ausrichten und sich auch weiter spezialisieren, haben künftig gute Chancen. Der Verdienst beim Einstieg ist überdurchschnittlich hoch. Wobei der Aufgaben- und Verantwortungsbereich stark variieren kann. Ein Studium oder eine entsprechende Berufserfahrung sollten Informatiker immer mitbringen. Ein Computer Spezialist verdient beim Berufseinstieg im Schnitt um die 26.000 Euro pro Jahr. Berufseinsteiger, die einen Hochschulabschluss vorweisen können, erhalten im Schnitt um die 45.000 Euro pro Jahr. Der Gehaltsumfang richtet sich hierbei auch nach der Größe des Unternehmens und kennt bis nach oben kaum Grenzen. In der Schweiz erhalten Informatiker um die 84.000 CHF. Wobei die Spanne bis zu 120.000 CHF im Jahr reicht. Beliebt sind vor allem die IT Jobs Zug, einem Kanton in der Schweiz, der für sein besondere Lebensqualität bekannt ist.

Kreativität und die schnelle Wahrnehmung sind nur einige der vielfältigen Anforderungen in diesem Beruf. Belastbarkeit ist genauso wichtig wie Flexibilität und die Bereitschaft zu außergewöhnlichen Arbeitszeiten. Das technische Verständnis sowie die Begabung und Eifer sind allerdings das wichtigste.

Ausbildung und Fortbildung

Informatiker beim Lernen [Bild: Erik Tjallinks/Flickr.]Der Begriff Informatiker ist bis heute verwässert. Es gibt viele Quereinsteiger, die heute auch ohne entsprechende Vorbildung als Informatiker tätig sind. Allerdings gibt es nur wenige wirklich gute Informatiker in Deutschland und weltweit, was die Krise bei vielen Firmen erneut anfacht. Der staatlich geprüfte Informatiker kann über eine entsprechende berufliche Fortbildung oder über einen schulischen Ausbildungsgang erhalten werden. Hierbei sind die Regelungen im Landesrecht zu finden und unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Die Abschlüsse als solches werden aber dennoch bundesweit anerkannt. Die geringsten Löhne werden zumeist in den Behörden und den öffentlichen Verwaltungen bezahlt. Viele Informatiker nutzen diese Jobs meistens nur als Durchlaufstationen. Berater gehören klar zu den Spitzenverdienern, während Webdesigner im Gehaltsspiegel ganz hinten landen. Führungspositionen und gefragte Qualifikationen sind besonders gefragt und werden dementsprechend gut gezahlt. Eine mehrjährige Berufserfahrung in dem Bereich zahlt sich ebenfalls im Gehalt aus.

Das Studium
Informatik kann einer (technischen) Universität oder an einer Fachhochschule studiert werden. Zugangsvoraussetzungen ist ein Hochschulzugang oder ein Meistertitel. Im Rahmen einer Ausbildung bieten aber auch duale Hochschulen und Berufsakademien den berufsbegleitenden Informatiker an. Je nach Studiengang gibt es zahlreiche Spezialisierungen. Die Inhalte in den ersten Abschnitten des Studiums umfassen dabei:

  • Mathematik (Analysis, Stochastik, lineare Algebra)
  • Grundlagen der Informatik (Algorithmen, formale Sprachen, Objektorientierung)
  • Technische Informatik

In den weiteren Abschnitten findet im Informatikstudium eine stärkere Spezialisierung statt. Eine weitere Spezialisierung kann aber auch mittels eines Zusatzstudiums erfolgen. Denkbar wäre dieses zum Beispiel in den Bereichen: Medieninformatik, Bioinformatik oder Wirtschaftsinformatik.

Dauer
Im Studium Informatik geht es um die Wissenschaft der automatischen Verarbeitung von Informationen mittels Computer und Co. Die Regelstudienzeit für den Bachelor of Science (B.Sc.) beträgt 6 – 8 Semester. Für den Master of Science (M.Sc.) kommen noch einmal 2 – 4 Semester hinzu.

Spezialisierung sinnvoll

Informatiker sollten sich bereits in der Ausbildung/im Studium spezialisieren. Das hat deutliche Vorteile gegen eine zu allgemeine Ausrichtung. So kann eine Spezialisierung im Bereich der Webentwicklung, des Designs, der Softwareentwicklung oder zum Beispiel bei der Netzwerkadministration erfolgen. Sprachen sind hierbei ein elementarer Bestandteil. Sicherlich ist Englisch ganz oben auf der Liste beim Informatiker. Wer sich aber auch hier gezielt weiterbildet, wird international seine Chancen deutlich verbessern können.

Informatiker – Berufseinstieg

Die Faustformel für den Berufseinstieg ist klar: Umso größer das Unternehmen, desto sicherer der Job und höher das Gehalt. Bei kleinen und jungen Firmen gilt der Job als Informatiker als unsicher. Viele dieser Unternehmen verschwinden schnell wieder vom Markt und können sich kein zu hohes Budget für den Informatiker erlauben. Banken bieten ein relativ stabiles und sicheres Umfeld für den Einstieg als Informatiker. Aber auch der Sitz des Unternehmens entscheidet maßgeblich. So zeigen Statistiken, dass vor allem in München und Frankfurt am Main die höchsten Gehälter im Bundesschnitt gezahlt werden. Banken und Finanzdienstleister stehen dabei ganz oben auf der Gehaltsagenda. Die geringsten Gehälter werden im Schnitt in den Medien und in der Werbung gezahlt.

Für den Berufseinstieg ist Praxiserfahrung ein deutliches Plus. Bereits im Studium kann Praxis durch Auslandssemester, Praktika oder einem Nebenjob in einem entsprechenden Unternehmen erworben werden. Konkret möchten viele Personaler aber vor allem eines sehen: Bewerber müssen mit Problemen logisch und praktisch in nur kurzer Zeit zu einer Lösung kommen. Gern gesehen sind auch eigene IT-Projekte, die Bewerber vorweisen können. Hier sollte aber genau abgewägt werden, ob diese Projekte wirklich als erfolgreich und somit vorzeigbar zu bewerten sind.

Netzwerk und Empfehlungen
Informatiker sind beliebt. Aber die Qualitätsbreite in diesem Job ist größer als in vielen anderen. Aus diesem Grund werden fast 35 Prozent der vakanten Jobs durch Empfehlung vergeben. Sinn macht es deshalb, sich bereits frühzeitig im und vor dem Studium ein großes Netzwerk aufzubauen. Für Hochschulabsolventen bieten sich zudem IT-Trainee-Programme an, in denen Nachwuchskräfte innert 2 – 3 Jahren zu Fach- und Führungskräften aufgebaut werden.

Privatleben sehr wichtig

Informatiker nutzen gerne auch die sozialen Netzwerke. Hier sollte jedoch nur sehr bewusst geschrieben werden. Persönliche Fotos und die Auswahl der Freunde sollten auch immer mit Ausrichtung auf die spätere berufliche Laufbahn erfolgen. Bilder von einer alkoholreichen Party oder zu freizügige Aufnahmen können schnell eine Bewerbung ins negative Bild rücken. Die meisten Firmen, die einen Informatiker suchen, informieren sich sehr genau über den Bewerber (dazu gehört es auch, die sozialen Profile systematisch durchzusuchen). Leumund und Bonität sind ebenfalls ein Maßstab für alle Berufseinsteiger, die international Karriere machen wollen. Wer einmal in einem anderen Land (außerhalb der EU) leben und arbeiten möchte muss dabei nicht nur Eifer und eine Stelle vorweisen, sondern immer häufiger für eine Aufenthaltsgenehmigung auch ein polizeiliches Führungszeugnis sowie einen Nachweis, dass keine Schulden bestehen.